WOCHENENDE IN BILDERN 25./26.03.2017

Mit wenig Schlaf beginnt auch dieses Wochenende, wobei ich sagen muss, dass nicht nur Kind Nr. 3 schuld daran ist. In meinem Kopf spuken zur Zeit einfach zu viele Gedanken herum. Über Bildungskarenz, den Blog, Selbstständigkeit, usw. Da hat´s mit dem Einschlafen ein wenig gedauert... Mein Mann ist dafür umso ausgeschlafener und übernimmt Littleboy um sechs Uhr. Ich bleib noch bis acht liegen, frühstücke dann mit allen, stille Kind Nr. 3 in den Schlaf (ist schließlich auch müde) und mache mich dann auf zum zweiten Teil meines Eitempera-Kurses (gestern Abend war der erste). Wirklich spannend!! Die Kinder basteln mit Papa zu Hause.

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Ein halbes Jahr Qi-Mum/ Wochenstarter#8 RÜCKBLICK MIT GEWINNSPIEL

Heute, genau vor 6 Monaten, ist der erste Beitrag auf qi-mum.at erschienen. Waaaahnsinn!

Vor einem Jahr habe ich laut aufgelacht, als mein Mann (auch eher im Spaß) gesagt hat, ich soll doch einen Blog machen. Ja, ja, genau! Ich und Blog. Ich kenne mich gerade mal so mit Textbearbeitungsprogrammen und dem Internet Explorer aus (also, ich konnte in der Suchmaschine einen Begriff eingeben und interessiert alle Ergebnisse durchforsten - haha - aber mehr nicht). Aber einen Blog ... Wie soll das gehen? Was muss man da machen? Wie macht man das? Was braucht man dazu? Und was wird wohl meine Deutschlehrerin dazu sagen, die alle meine Texte, die ich während meiner Schulzeit produzierte, Scheiße fand?
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#Wirmistenaus DIE CHALLENGE/Das Badezimmer

Chaos im Badezimmer
Chaos im Badezimmer

Ausmisten, entrümpeln, sortieren, Ordnung schaffen, Frühjahrsputz machen, Chaos beseitigen... Schon die Worte alleine genügen, um eine Stressreaktion bei mir auszulösen. Das Nachdenken darüber treibt mir den Schweiß aus allen Poren, aber es dann tatsächlich auch zu tun ... Zum Weglaufen, kann ich da nur sagen.

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MASSAGE FÜR DICH UND MICH - Wochenstarter #7

Berührung tut gut; Quelle: pixabay.com
Berührung tut gut; Quelle: pixabay.com

Oh, wie schön! Wie gut tut das! Wie wundervoll ist es umarmt zu werden. Gedrückt zu werden. Festgehalten zu werden. Liebkost zu werden. Gestreichelt zu werden.

 

Es tröstet. Entspannt. Gibt Sicherheit. Lässt einen sich selbst und den anderen spüren. Zeigt (Körper)Grenzen auf ...

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WOCHENENDE IN BILDERN 04./05.03.17

Kind Nr. 3 und ich  sind schon um kurz nach sechs Uhr auf Achse. Die Nacht war mittelprächtig, trotzdem fühle ich mich ganz ok. Irgendwie hab ich aber schon Hunger und schnappe mir in der Küche einen Apfel. Der wird dann genüsslich vom Littleboy verspeist. Bin also immer noch hungrig ...

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BROT BACKEN UND BUTTER MACHEN: was ich von meinen Kindern alles lerne!

Mit Kindern Brot backen; Quelle: pixabay.com
Mit Kindern Brot backen; Quelle: pixabay.com

Letzens haben sich Kind Nr. 1 und 2 gewünscht wieder einmal selber Brot zu backen. Ehrlich gesagt haben sie sich eher beschwert: "Mamaaaa, wir haben schon eeeewig kein Brot mehr gebacken. Wann machen wir das denn eeeendlich wieder?" In diesem Fall stimmte es sogar. Ich habe mir schon länger nicht mehr die Zeit genommen, um mit ihnen zu backen. Aber der eigentliche Zeitraum spielt bei den Kids keine Rolle. Egal ob gestern oder vor 3 Monaten - für sie ist es eeeewig, wenn´s darum geht, dass Mama etwas nicht gemacht hat ;-)

 

Es war auf alle Fälle eine gute Idee. Und so war die nächste Gelegenheit die sich bot, dafür reserviert Brot zu backen.

 

Ich habe von einer Freundin ein Rezept, das super schnell, einfach und unkompliziert mit den Kindern zu machen ist. Aufwendigere Sachen gehen mit Kind Nr. 3 nicht, weil er unruhig und quengelig wird, wenn alle mit etwas beschäftigt sind, das er noch nicht machen kann.

 

In diesem Fall ist das aber kein Problem. Der Brotteig ist einfach und schnell gemacht. Auch die Zutaten hat man immer zu Hause (bis auf die frische Hefe). Ich nehme das Mehl, das ich da habe oder mische verschiedene Sorten zusammen. Meistens ist es Dinkelmehl das ich mit Einkorn oder Roggen mische. Falls keine Zeit ist den Brotteig rasten zu lassen oder die Kinder zu ungeduldig sind, schiebe ich das fertig geformte Brot ins kalte Backrohr und schalte dann erst ein. Dann hat es dort noch Zeit aufzugehen.

 

Nun aber zum Rezept:

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WENIGER IST MEHR ... Teil 2 Wochenstarter # 6

Gedankenkarusell: wenn man nicht mehr abschalten kann; Quelle: pixabay.com
Gedankenkarusell: wenn man nicht mehr abschalten kann; Quelle: pixabay.com

Vor einigen Wochen - beim Wochenstarter #2 - ging es darum in der Wohnung oder im Haus mehr Platz zu schaffen. Das Motto war: Weniger Dinge - mehr Platz. Habt ihr auch mitgemacht?

 

Also ich muss sagen, ein paar Sachen konnte ich ausmisten und Platz für Wichtigeres schaffen. Das hat gut getan. Dennoch herrscht immer noch Chaos bei uns. Aber mittlerweile weiß ich, es ist illusorisch, dass ich dieses beseitigen könnte. Zumindest für mich. Zumindest momentan. Vielleicht einmal, wenn die Kinder größer sind ... Wer weiß. Vielleicht lerne ich aber einfach nur, mich als Chaotin zu akzeptieren. Naja. Momentan bleibe ich jedenfalls dran. Beim Ausmisten. Und, vor allem, übe ich mich darin, nicht mehr soviel in unsere Wohnung zu lassen. Das meiste wird nicht gebraucht. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

 

Heute möchte ich in einem anderen Bereich für Minimalismus plädieren. Ich tue mich nämlich selbst unglaublich schwer damit: Weniger denken, grübeln, planen, Listen im Kopf arbeiten und überlegen, was noch alles zu tun ist. Stattdessen mehr sein, geschehen lassen, sich hingeben, in der Gegenwart leben.

 

An manchen Tagen habe ich mich womöglich viel mit meinen Kindern beschäftigt, aber wirklich bei der Sache war ich nicht. Am Abend bin ich dann immer sehr unzufrieden, denn ich merke, ich war nur halb bei der Sache. Meistens war ich schon einen Schritt voraus: was ist noch zu erledigen, was koche ich später, wann besorge ich am Besten dies oder das. Dazwischen springe ich immer wieder auf, weil mir eingefallen ist, dass ich noch was bestimmtes nachschauen oder eine wichtige Nachricht verschicken wollte oder ich mache alles gleichzeitig - Multitasking nennt sich das dann und wird hoch angepriesen und vor allem uns Müttern als Fähigkeit "zugestanden". Multitasking-fähig zu sein ist unsere Stärke - so heißt es. So ein Schmarren - echt!!! Wir machen uns doch alle kaputt damit, immer noch mehr in noch kürzerer Zeit zu schaffen. Ja, klar - oft müssen wir vieles gleichzeitig machen - das geht mit Kindern oft gar nicht anders. Aber das ganze zur Perfektion treiben zu wollen ist einfach nur krankmachend. 

 

Manchmal passiert es aber, dass ich in so einen Strudel gerate. Ich mache immer mehr, denke immer mehr, mache immer schneller und plötzlich - bumm - frage ich mich, warum ich bloß so fertig bin.

Ich fühle mich schlecht und - vor allem - bin ich total unzufrieden. Objektiv gesehen habe ich vielleicht viel geschafft, aber gebracht hat es im Endeffekt kein Glück, keine Zufriedenheit, keine Millionen - nur eine abgehakte To-do-Liste!

 

Deshalb heißt es diese Woche:

  • Weniger denken - mehr sein
  • Weniger grübeln - mehr geschehen lassen
  • Weniger planen - mehr in der Gegenwart leben
  • Weniger zerstreut viele Dinge gleichzeitig erledigen - mehr gesammelt und zentriert mich dem zu widmen, was gerade meine Aufmerksamkeit verlangt

Nun - wie soll das funktionieren? Wie der Geschwätzigkeit unseres Geistes begegnen? Wie diese geistige Leere erlangen?

 

Der ambitionierte Yogi/die ambitionierte Yogini würde zu Meditation raten.

 

Wenn ich Meditation höre, fällt mir zuallererst die Sitzmeditation ein. Schon die Vorstellung mich für gewisse Zeit auf einen Stuhl oder auf ein Kissen zu setzen und "NICHTS", absolut gar nichts zu tun, strengt mich schon an. Ich habe es versucht. Vielleicht nicht sehr eifrig und konzentriert. Aber - man kann nicht behaupten ich habe es noch nie gemacht. Naja - es liegt mir einfach nicht. Es erzeugt bei mir innerlich Druck und Druck erzeugt automatisch Gegendruck und dies ist wiederum eher hinderlich den Geist zur Ruhe zu bringen. Die kommende Woche will ich jedoch nicht mit Quälerei beginnen, sondern mit Leichtigkeit ...

 

Die Lebenskunst des TAO rät: LOSLASSEN! Gut gesagt - schwierig umzusetzen. Aber die Lehre des Taoismus lässt auch uns Westler nicht einfach so im Regen stehen und erklärt noch weiter: Gedanken beobachten!

 

Theo Fischer schreibt in seinem Buch "Wu Wei - die Lebenskunst des Tao": "Beobachten Sie von nun an Ihre Gedanken, geduldig und ausdauernd, ... Ohne irgendeine Stellungnahme, ohne Beurteilung, ohne Wertung. Nur beobachten. Sie werden feststellen, wie bald Ruhe in Ihnen einkehrt und das Chaos ihrer schwatzenden Gedanken sich klärt und wie nach einiger Zeit Stille einkehrt."

 

Ich finde diesen Ansatz sehr alltagstauglich.

Immer wieder im Tagesablauf versuchen diese achtsame Haltung einzunehmen, sich zu beobachten, seine Gedanken, wahrzunehmen, aufmerksam zu sein. Nach dem Aufwachen, während des Tages von Zeit zu Zeit ein paar Minuten, vor dem Einschlafen.

Statt die Gedanken zu beobachten, kann man seine Aufmerksamkeit auch auf den Körper lenken. Wie fühlt er sich an? Wie bewege ich mich? Bin ich angespannt oder entspannt? usw. Jeden Tag ein paar Minuten zumindest. Achtsam sein, beobachten, ... Vielleicht entsteht dann dieses schöne Gefühl der Ruhe, der Zentriertheit in einem. Ein Versuch wäre es wert ...

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EIN GUTER TAG BEGINNT MIT EINER GUTEN NACHT - Wochenstarter #5

Ein frühmorgendliches Gespräch mit meinem Spiegelbild

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"Ich will, ich will, ich will ..." - Mama in der Trotzphase

Quelle: pixabay.com
Quelle: pixabay.com

 

Es hat mich wieder überkommen: dieses Gefühl mich wild strampelnd und mit den Fäusten auf den Boden hämmernd niederzuwerfen und zu brüllen: "ICH WILL ABER ..."!

 

Ja, ich wäre auch gerne eine dieser bedächtigen und verständnisvollen Mamas, die  immer zugunsten ihrer Sprösslinge und ohne Murren und Maulen, ihre Bedürfnisse hintanstellen. Die gibt's doch, oder? Ich sehe sie überall. Zumindest sieht es nicht danach aus, als ob sie sich jeden Moment auf den Boden werfen - im Gegensatz zu mir.

Ich habe das Gefühl, jeder sieht, dass ich mich gerade wie ein trotziges Kind verhalten will. Ich schäme mich schon für den Gedanken, jetzt gleich loszubrüllen und mein Recht auf Bedürfnisbefriedigung einzufordern.

 

Ich will, ich will, ich will ...

 

Ich will endlich wieder eine Nacht durchschlafen und mich dann fit fühlen. Nein, ganz ehrlich: ich will eine gaaaanze Woche lang jede Nacht durchschlafen und dann habe ich immer noch nicht genug.

 

Ich will ins Bett gehen, wenn mir danach ist und nicht um 22:00 Uhr panisch auf die Uhr schauen, um dann schnell Zähne zu putzen und ins Bett zu gehen, nur um genug Schlaf zu bekommen, schließlich werde ich einige Male in der Nacht geweckt und morgen ist auch wieder ein Tag, an dem ich möglichst nicht zu müde sein sollte. Nein! Ich will ins Bett, wenn mir danach ist ... Vielleicht sogar erst um 00:00 Uhr - verwegen, oder?

 

Ich will meine Ruhe und einfach meinen Gedanken nachhängen. Nur ganz kurz - vielleicht auch etwas länger.

 

Ich will das machen, wonach mir gerade ist. Faulenzen, laufen, Berge erklimmen, den ganzen Tag im Bett liegen, ...

 

Ich will nicht, dass du schon wieder krank bist, ich hatte heute doch was anderes vor...

 

Ich will eine sich selbstaufräumende Wohnung - oder jemanden der das tut.

 

Ich will mich mal um nix kümmern müssen ...

 

Ich will, ich will, ich will ...

 

Nochmal auf den Boden hämmern, schreien, gegen das Tischbein treten, Haare raufen, Grimasse ziehen, ... (zumindest in Gedanken)

 

DURCHSCHNAUFEN - EIN - AUS!

 

Bin wieder in der Realität. In einer Realität in der das Mütter nicht tun. Ich meine, daran zu denken einen Trotzanfall zu haben, grantig, laut, schlecht gelaunt zu sein und ihre Bedürfnisse wichtig zu nehmen und darauf zu bestehen sie erfüllt zu bekommen -jetzt - gleich - sofort. Ich weiß natürlich, dass es das ist, was Erwachsene können sollten - wir müssen unsere Bedürfnisse manchmal hintenanstellen. Nicht nur, wenn man Kinder hat. Es ist nicht möglich (und erstrebenswert) immer sofort alle Bedürfnisse zu erfüllen. Das lernen wir bereits als Kinder: Unsere Bedürfnisse auch mal aufzuschieben, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu befriedigen. Das sagt mir auch meine Vernunft! Aber will ich jetzt vernünftig sein? Nein! Jetzt nicht! Jetzt nervt mich gerade alles und Trotz wühlt mich auf!

Ist das unvernünftig, sinnlos, verantwortungslos, kindisch,...? Ja! Wahrscheinlich! Mit Sicherheit! So WILL ich gerade sein.

 

Aber ich weiß auch, dass das Leben solche Phasen ebenfalls bereithalten würde , wenn mein Situation eine andere wäre! Wenn ich keine Familie, kein Kinder hätte! Und im selben Moment weiß ich dann auch, dass ich um nichts in der Welt tauschen möchte. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, auch wenn´s mir manchmal stinkt und ich mich auf den Boden werfen und laut "ich will" schreien möchte, auch wenn ich manchmal erschöpft bin und leer. Ich weiß einfach, dass mein Leben voller kleiner Leben und großer Herausforderungen ist, gefüllt mit Liebe, aber eben auch mit der Bandbreite der ganzen anderen Gefühle und das ist schön so. Es wärmt mein Herz!

 

Und trotzdem: heute schmeiße ich mich auf den Boden und schrei laut "ich will". 

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WOCHENENDE IN BILDERN 11./12.02. 2017

Ich darf heute in der Früh länger liegen bleiben - juhu. Ich hab´s mir ehrlich gesagt auch redlich verdient. Schließlich habe ich mir mit Kind Nr. 3 die Nacht um die Ohren geschlagen. Manche von euch ahnen es vielleicht schon - ja, genau - die Zähne sind schuld. Die bahnen sich gerade den Weg durch´s Zahnfleisch unseres Jüngsten und das dürfte ziemlich unangenehm sein. Mama bleibt also liegen. Papa steht auf. Ich schlafe sofort wieder ein und wache ziemlich verwirrt auf, als es hell hinter den Vorhängen ins Zimmer strahlt, niemand neben mir liegt und ich mich ziemlich verwirrt frage welche Tag und welche Uhrzeit heute ist und was denn eigentlich los ist.

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SO STEMMEN WIR UNSERE KINDER: Krafttraining für die Mitte

Kinder schleppen, rauf heben, runter setzen, mit Kind am Arm kochen und aufräumen ... Das können Mama´s alles. Aber irgendwann kommen die kleinen Wehwechen: in der Schulter sticht es, der Rücken schmerzt, im Nacken zwickt´s.

Neben Massagen, die man sich verschreiben lassen kann, hilft auch gezieltes Krafttraining. Besonders unsere Mitte, also unsere Rumpfmuskulatur, zu stärken, hilft kleineren und größeren Wehwechen vorzubeugen bzw. sie im Keim zu ersticken.

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VOM SCHIMPFEN ZUM VERSTEHEN- Wochenstarter #4

Letzte Woche haben mehrere Blogs das Thema "Schimpfen mit Kindern" aufgegriffen (hier und hier). Man könnte doch probieren mal ohne schimpfen auszukommen.

Als ich die Artikel las, fühlte ich mich sofort positiv angesprochen und gleichzeitig ertappt. Wie oft gehe ich mir selbst und den Kindern auf die Nerven, weil ich an manchen Tagen einfach nicht mehr aus dem Schimpfmodus raus komme.

 

Irgendwie werden an gewissen Tagen bestimmte Hebel und Knöpfe aktiviert und das Schimpfen hört einfach nicht mehr auf. Ich kann mich selbst nicht mehr hören. Dabei ist es nicht nur verletzend gegenüber den Kindern, sondern saugt auch unheimlich viel Energie und macht unzufrieden. Denn grundsätzlich sind unsere Kinder ja kooperationsbereit. Und grundsätzlich will niemand von uns Eltern wirklich schimpfen. In dem Moment glauben wir vielleicht es zu wollen, weil wir keinen anderen Weg sehen, überlastet, genervt oder überstrapaziert sind. Aber wenn wir die Wahl hätten zwischen Harmonie und Schimpferei würde sich, glaube ich, jeder für die Harmonie entscheiden. Wer will nicht besonnen und liebevoll mit seinen Kindern umgehen?

 

Warum entscheiden wir uns dann nicht gegen das Schimpfen?

Als ich auf Facebook die Aufforderung las: "Lasst uns doch ausprobieren einen Tag mal gar nicht zu schimpfen, auf die Gefahr hin, dass es funktioniert." (sinngemäße Wiedergabe) - war ich innerlich sofort dabei, fühlte mich angesprochen.

 

Doch gleichzeitig tauchten zwei Fragen auf:

  1. Was heißt es eigentlich "nicht zu schimpfen"? Was ist das Gegenteil von schimpfen und was mache ich stattdessen?
  2. Warum schimpfe ich eigentlich und was brauche ich um nicht zu schimpfen? Was macht es mir möglich nicht zu schimpfen?

Zuerst zur letzten Frage und meine Antwort darauf: Ich schimpfe weil ich müde und gereizt bin, weil ich Zuwenig Schlaf hatte oder weil mir alles Zuviel ist. Ich bräuchte dringend Ruhe und Erholung (Bedürfnis). Oder ich schimpfe, weil ich wütend bin, dass es nicht so funktioniert, wie ich es mir vorstelle; weil ich das doch schon 100 Mal zu meinem Kind gesagt habe - jetzt müsste es das doch verstanden haben (Erwartung).

 

Egal was der Auslöser war. Dahinter steht immer ein Bedürfnis oder eine Erwartung. Für mich erscheint es deshalb wenig sinnvoll, mir vorzunehmen nicht zu schimpfen, solange ich nicht verstehe um was es wirklich geht. Es geht darum meine Bedürfnisse und Erwartungen aufzudecken und sie liebevoll anzunehmen. Das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung zum Beispiel kann ich schlecht jetzt sofort erfüllen, aber ich kann es wahrnehmen und mir bewusst machen, dass nicht mein Kind dafür verantwortlich ist, mein Bedürfnis zu erfüllen. Dafür bin ich selbst verantwortlich indem ich z.B. an diesem Tag früher ins Bett gehen (auch, wenn das evtl. mit anderen Bedürfnissen kollidiert ;-))

 

Wenn ich mit mir selbst verständiger und nachsichtiger bin, kann ich das auch leichter bei meinen Kindern sein.

 

Das führt mich zur Beantwortung der ersten Frage: Was mache ich statt zu schimpfen?

Das Verhalten ignorieren? Nichts tun? Einfach alles durchgehen lassen?

 

Das ginge natürlich auch! Aber ich persönlich sehe es als Mama als meine Aufgabe an, meine Kinder zu begleiten und  sie in ihrem Lernprozess zu unterstützen. Das heißt für mich u.a., ihnen eine Rückmeldung auf ihr Verhalten zu geben.

 

Was mache ich nun? Kommt natürlich ein Stück weit auf die Situation an. Sinnvoll erscheint mir die gleiche Vorgehensweise wie oben beschrieben. Denn auch bei unseren Kindern sind es verschiedenste Bedürfnisse, die sie antreiben. Wenn ich versuche das hinter dem Verhalten liegende Bedürfnis zu ergründen, dann nicht weil ich es unbedingt erfüllen will. Ich will vorerst nur VERSTEHEN. Ich muss nicht sofort handeln (schimpfen). Wenn ich verstehe erschließen sich womöglich andere Handlungsmöglichkeiten als schimpfen. Ich trete in Kontakt mit meinem Kind und versuche, vielleicht sogar gemeinsam, eine Lösung zu finden.

 

Leider gelingt mir dieser Weg noch nicht so oft wie ich gerne hätte. Oft bin ich einfach gestresst und tue unerwünschtes Verhalten mit Schimpfen ab. Aber ich bin Lernende. Das sollen auch meine Kinder wissen. Wenn mir noch während meiner Schimpferei bewusst wird in welchem Modus ich gerade laufe, versuche ich inne zu halten und auch gegenüber meinen Kindern zu artikulieren, dass das Gesagte nicht in Ordnung war bzw. WIE es gesagt wurde, dass es mich aber nervt, was gerade passiert ist und ich es gerne anders hätte.

 

Trotzdem gibt es oft genug diese Tage an denen ich mir wie ein "keifendes Waschweib" vorkomme. Ist ok so. Meine Kinder halten das bis zu einem gewissen Grad auch aus. Das traue ich ihnen zu. Ich bin nur eine Lernende ...

 

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Meine 5 liebsten Kinderbücher/Blogparade

Wenn ich über meine 5 liebsten Kinderbücher nachdenke, denke ich gleichzeitig an die 5 liebsten Tätigkeiten, die ich mit meinen Kindern mache! Nämlich das Vorlesen, erzählen und betrachten dieser Bücher. Auch das reden, phantasierten und erklären gehört dazu! Natürlich gibt es viiiieeel mehr Lieblingsbücher als 5, aber hier habe ich eine Auswahl der aktuell liebsten Kinderbücher getroffen.

 

Würde ich meine Kinder darum bitten ihre fünf liebsten Bücher herauszusuchen, dann bliebe es bestimmt nicht bei 5. Und, wenn ich ganz ehrlich sein soll, wären es nicht genau diese fünf Bücher, die ich ausgesucht habe. Auf alle Fälle mögen meine Kinder diese Bücher, manche sind ihre Lieblingsbücher, andere lese ICH einfach gerne vor.

 

Bücher faszinieren mich - und meine Kinder! Bücher laden dazu ein, eine Pause zu machen, zur Ruhe und zu sich zu kommen, eine Reise ins Phantasieland zu machen oder sie erklären uns Alltägliches aus einer anderen Sicht. Sie lassen uns teilhaben an wundersamen Geschichten genauso wie an Alltagsrealitäten. Sie erklären, trösten, faszinieren, befreien, emanzipieren ...

 

Schon bevor ich Kinder hatte, konnte ich ewig in der Kinderbuchabteilung sitzen und stöbern. Was haben Erwachsene Kindern zu erzählen? Welche Bilder entstehen beim Lesen im Kopf und welche bringen die Illustratoren auf´s Papier? Kein Wunder, dass es nun zu meiner Lieblingstätigkeit mit meinen Kindern geworden ist (im Gegensatz zu Rollenspielen, die mir ein echter Graus sind und vor denen ich mich, so gut es geht drücke). Nun also zu meinen Lieblings-Kinderbüchern:

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DAS BAUT UNS WIEDER AUF - Wochenstarter #3

Das macht mich wieder stark, Quelle: pixabay.com
Das macht mich wieder stark, Quelle: pixabay.com

8 Dinge die das Immunsystem wieder aufbauen

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