UND LOS GEHT´S

Der neue Mama-Blog steht in den Start-Löchern
Der neue Mama-Blog steht in den Start-Löchern

Ich bin total aufgeregt ... Es geht tatsächlich los. Ich starte mit meinem ersten Blog. Und er dreht sich um das was mich seit über sechs Jahren am meisten beschäftigt. Etwas das mich glücklich, verzweifelt, wütend, nachdenklich, zufrieden, unzufrieden, fassungslos, frustriert, begeistert, dankbar, ... zugleich macht: das Mutter-sein.

 

Mama-sein: im Strudel der Gefühle

Es hat mich (und tut es immer noch) vor ungeahnte Herausforderungen gestellt und die Liste der Gefühle, die mit dem Mama-sein verbunden sind, könnte ich noch unendlich weiterführen (voller Liebe, froh, ergriffen, erstaunt, beeindruckt ebenso wie eingeengt, einsam, müde, erschöpft, überfordert, leer, ratlos,..). Es sind, wie ihr seht, durchwegs gemischte Gefühle ...

 

Schreiben befreit

So habe ich bereits bei meinem ersten Kind (mittlerweile sind es drei) mit dem Schreiben begonnen. Aus Verzweiflung. Ich hatte nämlich genug von den wohlgemeinten Rat-SCHLÄGEN und auch von der ganzen Ratgeberliteratur, die ich am liebsten in eine Ecke pfeffern wollte. Es war nicht so, dass in all den Büchern nur Blödsinn stand, auch waren die gut gemeinten Tipps nicht alle schlecht, aber sie waren so gegensätzlich und verschieden, dass sie mich nur noch verwirrt haben. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich konnte es nur falsch machen. So beschloss ich den Versuch zu unternehmen zurück zu meiner, nennen wir es mal, "weiblichen Intuition" zu finden, die unter den ganzen Ratschlägen und Tipps vergraben war. Nahm Ich zumindest an und hoffte ich. Ich wollte darüber schreiben was mich umtrieb, was mich hilflos, wütend, verzweifelt machte, was mir half und wie ich Probleme anging. Mein eigener, kleiner Ratgeber.

Es war damals ein Anfang ,aber es brachte mich noch nicht dahin wo ich hin wollte. Ich war oft zu erschöpft um meine Ideen, Ansichten und Wertvorstellungen umzusetzen! Ich wollte einfach nur, dass es funktioniert, dass ich mich nicht fühle wie eine Versagerin. Ich wollte auch etwas Freiraum für mich. Ich wollte weiterhin Dinge tun, die vor dem Baby wichtig in meinem Leben waren. Ich wusste, dass sich mit dem Baby vieles ändern wird, aber irgendwie kämpfte ich immer noch dagegen an, keine Kraft mehr für die Dinge zu haben, die mir sonst noch wichtig waren.

 

Als meine Tochter zur Welt kam, blieb keine Zeit zum Schreiben. Sohnemann und Töchterchen trennten 20 Monate und somit war ich im Alltag sehr gefordert. Zwei Wickelkinder hielten mich auf Trab. Doch ich merkte in mancher Hinsicht tat ich mich leichter, als beim ersten. Klarerweise hatte ich schon etwas Erfahrung. Aber das alleine war´s nicht. Jetzt im Nachhinein weiß ich, was alles leichter gemacht hatte: ich fühlte mich fitter. Schon die Schwangerschaft und Geburt waren wesentlich besser als bei Kind Nr. 1. Die ersten sechs Monate liefen ganz gut und ich konnte die Babyzeit etwas mehr genießen als bei Kind Nr. 1. Doch der anfängliche Flow nach der Geburt währte nicht lange. Meine Kraftreserven waren nach gut einem halben Jahr ziemlich erschöpft und ich fühlte mich ausgelaugt, unzufrieden und gleichzeitig getrieben von einem Aktionismus diesen Zustand beseitigen zu müssen, was natürlich keinerlei Besserung brachte.

 

Schau gut auf dich!

Irgendwie habe ich es wohl überhört als gesagt wurde: "Kümmere dich gut um dich selber, verhätschel dich, tu dir Gutes, sei liebevoll mit dir. Nur dann kannst du auch deinen Kindern das geben was sie brauchen!"

 

Hab ich es wirklich überhört? Wurde es überhaupt gesagt? Oder traute ich mich einfach nicht so egoistisch zu sein? Oder wusste ich vielleicht nicht, wie es mir möglich sein sollte Energie zu tanken und meine Bedürfnisse zu befriedigen, wo doch dieses kleine süße Wesen so sehr auf mich angewiesen ist und mich 24 Stunden am Tag braucht? Egal wieso ich so lange gebraucht hatte das herauszufinden, aber bei meinem dritten Kind wusste ich was zu tun ist: mich sehr gut um mich selbst zu kümmern, ein Stück weit egoistisch zu sein. Denn nur mit genügend Energie und Kraft ist es mir möglich "Familienarbeit " zu leisten in der jeder seinen Platz hat und genährt ist. Ich filterte für mich Bereiche heraus die für mein Wohlbefinden auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene wichtig sind: ERNÄHRUNG, ERHOLUNG UND ENTSPANNUNG, UMGANG MIT EMOTIONEN, EIGENES (das ist alles was ich gerne und nur für mich mache), BEWUSSTE ZEIT MIT MEINEN KINDERN UND MEINEM MANN.

 

Und ich fing wieder an zu schreiben. Ich schrieb und schrieb und schreibe immer noch: Was läuft gut, was nicht. Was hilft mir und wie setze ich es um... Schreiben befreit und zentriert mich. Es lässt mich näher und bewusster bei mir sein und es verpflichtet mich, mich konsequenter an die Dinge zuhalten die ich schreibe.

 

Und dabei entstand immer mehr das Bedürfnis meine  Erfahrungen und mein Wissen mit anderen zu teilen. Einen Blog zu machen war zuerst total fremd für mich, weil ich bis vor kurzem nicht mal Blogs gelesen habe, was ich im nachhinein sehr schade finde,weil ich auf ein paar ziemlich amüsante, schöne und interessante Mama- bzw. Elternblogs gestoßen bin. Nun gehöre ich selbst zu den BloggerInnen und hoffe, dass euch meine Beiträge gefallen und ermutigen werden.

 

Ich freue mich auf viele Rückmeldungen von euch!

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Kommentare: 3
  • #1

    Bianca (Dienstag, 27 September 2016 20:25)

    Hey super!!! Ich freue mich darauf deinen Blog zu lesen!
    Das werde ich für mich tun!!

  • #2

    Gudi (Montag, 17 Oktober 2016 16:32)

    Suuuper Bianca!!!
    Ich bin begeistert und mir gefällt deine Sprache!!!
    Gudi

  • #3

    qi-mum (Dienstag, 18 Oktober 2016 19:54)

    Danke Gudi! Freut mich! Hoffe du findest zukünftig Artikel die dich interessieren!
    LG