Wochenstarter #2: Weniger ist mehr ...

Das Jahr 2017 hat dieses Mal ein Motto von mir verpasst bekommen. Es ist das erste Mal, dass ich ein neues Jahr unter ein Motto stelle und ich weiß auch nicht, ob es mich das ganze Jahr begleiten wird. Man wird sehen. Es ist nur so, dass ich ziemlich oft darüber gestolpert bin, über diese Worte und sie schienen mir passend für mich.

Mein Leitgedanke für dieses Jahr ist, tadaaa: "Weniger ist mehr". 

Less is more - diesen Spruch hefte ich mir 2017 an die Fahne.

 

Nicht nur die unzähligen Spielsachen meiner Kinder, über die ich tagtäglich stolpere oder der vollgestopfte Kleiderschrank, in dem nur eine Handvoll Kleidungsstücke sind, die ich gerne anziehe oder die Schubladen voll mit Krimskrams, durch das ich mich durchwühle, wenn ich einen funktionierenden Kugelschreiber suche, sind es, die mich dazu veranlassen WENIGER zu wollen.

 

Es ist nämlich so, dass ich dazu neige mich permanent zu überfordern. Es gibt sooo viele Dinge die ich machen möchte, erleben möchte, erreichen möchte und dann gibt es auch noch die Dinge die ich machen muss, weil sie zu meinen täglichen Aufgaben gehören und unser Leben und Zusammenleben ermöglichen.

Zu Jahresende ist dann meine Liste an Plänen und Zielen unglaublich lang und könnte mehrere Leben ausfüllen. Zumindest eines. Und nicht nur ein Jahr mit 365 Tagen.

Deshalb ist auch in diesem Sinne "Weniger ist mehr ..." die beste Devise um glücklich und zufrieden durch´s Neue Jahr zu kommen.

 

Und damit das nicht nur eine leere Floskel bleibt, heißt es

nun wohl, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Und warum

nicht mit dem Offensichtlichsten beginnen: Bei meinem Besitz, bei den vielen, vielen Dingen die mich in unserer Wohnung umgeben. Beim Chaos, das mich tagtäglich umgibt und dem ich oft nicht Herr werde. Das liegt klarerweise auch daran, dass es mir mit drei Kindern einfach nicht möglich ist einen perfekten, aufgeräumten, ordentlichen, strukturierten Haushalt zu führen. Das große Probleme dabei ist, dass ich in diesen Dingen auch nicht sehr ambitioniert bin. Ist das Gröbste erledigt, widme ich mich lieber den Dingen die ich gerne mache. Nichtsdestotrotz fühle ich mich in einer ordentlichen Wohnung einfach wohl. Es ist auch von praktischem Nutzen: Man muss nicht zuerst verzweifelt nach Dingen suchen, die man z.B. zum Basteln mit den Kids braucht oder eines der 5 Paare Handschuhe, die sich irgendwo verkrochen haben und jetzt, wo wir gerne rodeln gehen möchten, einfach nicht auffindbar sind. Ja, ja, da bin ich manchmal kurz davor meine Nerven weg zu schmeißen.

Dass Chaos und Struktur ein Thema sind, das mich umtreibt, könnt ihr auch hier lesen.

 

Schön und gut. Was mache ich nun? Mein Gedanke ist ganz einfach: Je weniger Dinge wir besitzen, desto weniger Chaos kann herrschen. Ganz simpel und einfach. Das ist meine Hoffnung. Denn ich bin der Meinung, dass unsere Wohnung von vielen Dingen bewohnt wird, die hier ganz und gar nichts zu suchen haben. Und diese Mitbewohner will ich loswerden. Denn ich glaube sie rauben uns Energie und Zeit und nehmen uns die Möglichkeit uns mit den wirklich wichtigen Dingen auseinanderzusetzen.

 

Vielleicht wollt ihr ja mit mir gemeinsam Dinge in eurer Wohnung nach solchen Dingen durchforsten.

 

Jetzt also zu meiner Anregung für diese Woche:

 

Es heißt  nun, diese Woche mit wachsamen Augen durch die Wohnung zu gehen. Was ist so in euren Räumen? Was steht alles herum?  Welche Dinge benutzt ihr? Was ist kaputt? Was ist überflüssig? Was wolltet ihr schon lange wegtun?

 

Wenn ihr euch etwas Zeit genommen habt, zum Beobachten und um zu Sehen, was euch alles umgibt, dann geht es ans Eingemachte: Eine Kiste für Müll, eine Kiste für den Second-Hand-Laden. Mehr braucht ihr noch nicht (weder ordnen, noch sortieren oder alle Kästen leerräumen - das sind alles Dinge, die mich daran hindern überhaupt damit anzufangen, weil sie einfach zu groß angelegt sind und mit kleinen Kindern, meiner Meinung nach, schwer machbar). Es geht einfach darum, ein Gefühl für das zu bekommen, das einen umgibt und erste Aktionen zu setzten, was heißt: wenn man etwas sieht, das in den Müllkarton gehört, gleich rein damit. Genauso soll der Second-Hand-Karton gefüllt werden. Man muss sich also nicht mehrere Stunden Zeit nehmen und die Wohnung ausmisten, sondern entrümpelt nebenbei.

 

Damit mir die Kisten nicht im Weg herumstehen, stelle ich sie bei mir auf den Balkon. Der ist im Winter unbenutzt.

Irgendwann diese Woche plane ich eine Fahrt zum Recyclinghof und zum Second-Hand-Laden. Je nachdem wie schnell die Kisten voll sind, fahre ich früher oder später.

 

Ich muss ja zugeben, dass ich ein paar Sachen bereits diese Woche entsorgt bzw. verkauft habe. Es tut echt gut, Sachen loszuwerden, die schon lange in unserer Wohnung ihr Dasein fristen.

Aber ich merke jetzt schon, was die Schwierigkeit bei der ganzen Sache ist: nämlich nicht nur, sich von den Sachen zu trennen, nein, die größte Schwierigkeit ist es, neue nutzlose Dinge nicht mehr in die Wohnung zu lassen. Ich glaube ich muss nun meine Wohnung bewachen - vor ungebetenen Dingen ... Aber das ist ein anderes Thema ;-)

 

Viel Spaß! Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen!

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