EIN GUTER TAG BEGINNT MIT EINER GUTEN NACHT - Wochenstarter #5

Ein frühmorgendliches Gespräch mit meinem Spiegelbild

"Guten Morgen!", sagt mein Spiegelbild. "Irgendwie wirkst du heute so verknittert ..."

 

"Na, danke für die Blumen zu dieser frühen Stunde!"

 

"Ich war noch gar nicht fertig", meint es weiter, "deine Haut wirkt irgendwie so fahl und deine Augenringe noch etwas dunkler."

 

"Und das war jetzt besser?" entgegne ich schwach.

 

"Ich will ja nicht vorlaut sein, aber du wirkst schon ein paar Jährchen älter."

 

"Jetzt reicht es aber! Der Spiegel ist schnell abgenommen, dann hast du ausgeredet. Ich habe allen Grund so müde auszuschauen!"

 

"Lass mich raten! Du hast gestern eine heiße Party gerockt!"

 

"Haha! Witzig! Ich habe drei Kinder, eines davon bekommt gerade Zähne oder macht einen Entwicklungsschub oder beides gleichzeitig. Was weiß ich! Es hat bestimmt einen Grund, warum es mich den überwiegenden Teil der Nacht wach hält.

 

"Was du nicht sagst! Ich habe gedacht du packst das locker. Bist doch ne Powerfrau!"

 

"Ja, ja! Mach dich ruhig lustig! Du schaust im übrigen auch nicht besser aus als ich ... Und dass du's weißt: das sind keine Augenringe - das sind Schatten großer Taten!!"

 

Ein guter Tag beginnt mit einer guten Nacht!

 

Wohl wahr, wohl wahr! Aber als Mutter hat man darauf oft gar keinen Einfluss. Also was tun, wenn das Baby des Nächtens mit den Zähnen zu kämpfen hatte oder die Monster im Zimmer des größeren Kindes ihr Unwesen getrieben haben oder vielleicht beides in ein und derselben Nacht stattgefunden hat?

Am nächsten Morgen reichen die Augenringe bis zum Boden und man muss vier Gliedmaßen zu Hilfe nehmen, um aus dem Bett zu kommen und würde am liebsten den nächsten Flug nach nirgendwo nehmen, nur um diesem anstrengenden, nie endend wollenden Tag zu entkommen.

 

Was also tun?

 

Hier bekommt ihr keine Tipps, wie ihr eure Kinder dazu bringt, euch euren Schönheitsschlaf tun zu lassen - schon der Gedanke an diverse Schlafprogramme stellt mir die Haare zu Berge - sondern Tipps, wie ihr nach einer anstrengenden Nacht den Tag übersteht.

 

DENN:

 

Durchschlafende Babies als Normalzustand darzustellen finde ich grob fahrlässig gegenüber all den übermüdeten, grantigen, verzweifelten Müttern, deren Kinder nicht brav in ihrem Bettchen liegen.

 

Über Baby's Schlaf findet ihr auf dem Blog von Susanne Mireau geborgen-wachsen.de schöne Texte z.B. hier

 

Nun aber zu meinen "Überlebensstrategien":

7 Dinge, die nach einer anstrengenden Nacht über den Tag hinweghelfen

1. Wohlfühldusche mit kaltem Guss

Wenn irgendwie möglich, gönne ich mir nach dem Aufstehen eine heiße Dusche und lasse über meinen müden Körper das warme Wasser laufen. Kind Nr. 3 darf sich währenddessen im Laufstall vergnügen, die anderen schlafen noch oder beschäftigen sich. 
Für den richtigen Kick gibt´s noch einen kalten Guss zum Abschluss!

2. Eine Tasse Kaffee oder grüner Tee

Sobald die zwei großen im Kindergarten sind gönne ich mir eine Tasse Kaffee oder grünen Tee und setze mich zum Kleinen auf den Teppich, atme durch und versuche mich zu entspannen: SLOW DOWN

3. Alles rauswerfen, was an diesem Tag nicht uuuunbedingt erledigt werden muss

Wer jetzt sagt, das mit der Dusche und dem Kaffee kann ich gleich vergessen, ich muss doch dies und das und jenes machen bzw. erledigen, dem möchte ich hier sagen: Ja, genau - aber bei den meisten Dingen ist es egal, wenn sie später, am nächsten Tag oder nächste Woche gemacht werden. Arzttermine müssen meistens wahrgenommen werden und wer arbeiten geht, kann auch nicht einfach so blau machen (oder vielleicht doch?), aber alle anderen Dinge (wie z.B. Haushalt!!!) sind totaaaal unwichtig.
Damit ich nicht ständig mit den Dingen konfrontiert werde, die ich im Haushalt machen sollte, halte ich mich überwiegend in dem Zimmer auf, das am wenigsten dazu auffordert, endlich seinen müden Arsch hochzukriegen und den Haushalt zu machen. Also einfach die Augen zumachen - nach der durchwachten Nacht dürfte das nicht schwer fallen - und entspannen.

4. Schnelle, aber energiereiche Kost

Kochen an solchen Tagen ist für mich der Horror. Deshalb gibt´s immer ganz was Schnelles - Fast Food sozusagen. Nachdem ich sonst sehr bemüht bin, meinen Kindern gutes Essen vorzusetzen, hab ich kein Problem damit, wenn´s mal nicht so megamäßig gesund ist! Hauptsache schnell und mit wenig Aufwand!
Für mich habe ich aber an diesen Tagen ganz spezielle Nahrungsmittel, die meinem Körper die nötige Kraft und Energie geben, um durchzuhalten. Natürlich kann man sie auch den Kindern geben, wenn die sie mögen:

 

  • Avocado: ist sehr fettreich und liefert schnell Energie ohne den Blutzuckerspiegel in die Höhe zu treiben. Außerdem hat sie viele Vitamine und Mineralstoffe!
  • Eier: Oatmeal zum Frühstück schmeckt, hält mich aber nicht lange satt und mein Blutzuckerspiegel sinkt rasch in den Keller, was mich natürlich noch müder macht, als ich eh schon bin. Wenn ich aber zum Frühstück Eier esse, bin ich satt - und das nicht nur für eine Stunde! Das liegt daran, dass Eier viel Eiweiß enthalten, das der menschliche Körper gut verwerten kann. Übrigens: Ei und Avocado kann man perfekt zu einem wunderbaren Frühstück kombinieren.
  • Nüsse: Sind einfach perfekt an einem solchen Tag: man kann sie problemlos, ohne Zubereitung, aus dem Vorratsschrank knabbern und sie versorgen uns langanhaltend mit Energie, aufgrund der optimalen Mischung aus Fett und Eiweiß.

An "diesen Tagen", an denen ich mich müde durch den Tag schleppe, ist die Gefahr groß, zu viel Süßes zu naschen. Als Nervennahrung sozusagen. Leider mache ich immer wieder die gleiche Erfahrung: Die ganzen Süßigkeiten machen es schlimmer. Also, wenn möglich nicht zu viel naschen ...

5. Frische Luft

Die anstrengendste Zeit für mich ist dann der Nachmittag. Zu Hause finde ich es mit allen drei Kindern meistens anstrengender und die Zeit vergeht gar nicht. Deshalb gehe ich, wenn möglich, raus. Das sorgt für Frischluftzufuhr und das Nachmittagsprogramm am Spielplatz gefällt auch den Kindern gut!

6. "Es ist so wie es ist-Haltung"

Ja, was soll man tun? Die letzte Nacht war leider beschissen und man fühlt sich gerade wie vom Traktor überrollt, aber was soll man machen? Davonlaufen geht nicht! Also einfach annehmen. Klingt jetzt blöd, ist für mich aber eine gute Möglichkeit die Situation zu akzeptieren. Sich darüber zu ärgern kostet nur noch mehr Energie. Und - es kommen wieder ausgeschlafenere Tage ...

7. Vorsorgen: früh ins Bett

Damit vielleicht schon der nächste Tag ausgeschlafener beginnt, am besten früh ins Bett. Vielleicht gab es ja auch schon während des Tages Möglichkeiten sich kurz hinzulegen. Man kann zwar nicht auf Vorrat schlafen, aber es bringt was, wenn man den Schlaf sozusagen nachholt. Der Körper bekommt dadurch die notwendige Regenerationszeit!

 

In diesem Sinne: Schlaft gut! Und ganz besonders eure Kinder!