EINE WEISHEITSGESCHICHTE oder "WAS REITET DICH DENN?" - Wochenstarter #10

Eine junge Frau sitzt auf ihrem rasch dahingallopierenden Pferd. Sie scheint es offensichtlich sehr eilig zu haben. Vom Wegesrand aus sieht sie eine Freundin vorbei reiten und ruft ihr überrascht zu: Wohin willst du denn so eilig? Worauf die Reiterin gerade noch zurück schreien kann: Woher soll ich das wissen! Frag doch das Pferd!


Fühlt ihr euch auch manchmal wie angetrieben, gestresst? Hektik. Unruhe. Aber nicht ihr gebt mehr das Tempo vor, sondern es ist zum Selbstläufer geworden.

 

Im Alltag wird man oft so von To-do-Listen, täglichen Aufgaben und Gewohnheiten getrieben, dass man sich selbst ein Stück verliert, einfach nicht mehr zur Ruhe kommen und innehalten kann.

 

Märchen und Geschichten erzeugen Bilder, sind Metaphern für bestimmte persönliche Situationen und sind somit gut zu behalten und in entsprechenden Situationen leichter abrufbar. Auch wenn mir grundsätzlich klar ist, dass ich es mal etwas ruhiger angehen, mich nicht so von meinen Gewohnheiten antreiben lassen sollte, hilft das Bewusstsein darüber alleine meist noch nicht. Wenn ich aber dieses Bild der gehetzten Reiterin vor mir haben, fällt es mir leichter mich darauf zu besinnen. In diesem Fall erfüllt die Geschichte eine Spiegelfunktion. Ich muss dabei immer schmunzeln, weil ich mich selbst auf diesem Pferd sitzend sehe, mit Schweißperlen auf der Stirn, total gestresst und, obwohl ich das Pferd antreibe, nicht weiß wohin ich eigentlich will. Dann muss ich grinsen und versuche zumindest aus diesem Hamsterrad auszusteigen.

 

Habt ihr auch innerliche Bilder und/oder Geschichten die euch helfen euch bestimmten Dingen bewusster zu sein?

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