#Wirmistenaus DIE CHALLENGE/Das Badezimmer

Chaos im Badezimmer
Chaos im Badezimmer

Ausmisten, entrümpeln, sortieren, Ordnung schaffen, Frühjahrsputz machen, Chaos beseitigen... Schon die Worte alleine genügen, um eine Stressreaktion bei mir auszulösen. Das Nachdenken darüber treibt mir den Schweiß aus allen Poren, aber es dann tatsächlich auch zu tun ... Zum Weglaufen, kann ich da nur sagen.

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WENIGER IST MEHR ... Teil 2 Wochenstarter # 6

Gedankenkarusell: wenn man nicht mehr abschalten kann; Quelle: pixabay.com
Gedankenkarusell: wenn man nicht mehr abschalten kann; Quelle: pixabay.com

Vor einigen Wochen - beim Wochenstarter #2 - ging es darum in der Wohnung oder im Haus mehr Platz zu schaffen. Das Motto war: Weniger Dinge - mehr Platz. Habt ihr auch mitgemacht?

 

Also ich muss sagen, ein paar Sachen konnte ich ausmisten und Platz für Wichtigeres schaffen. Das hat gut getan. Dennoch herrscht immer noch Chaos bei uns. Aber mittlerweile weiß ich, es ist illusorisch, dass ich dieses beseitigen könnte. Zumindest für mich. Zumindest momentan. Vielleicht einmal, wenn die Kinder größer sind ... Wer weiß. Vielleicht lerne ich aber einfach nur, mich als Chaotin zu akzeptieren. Naja. Momentan bleibe ich jedenfalls dran. Beim Ausmisten. Und, vor allem, übe ich mich darin, nicht mehr soviel in unsere Wohnung zu lassen. Das meiste wird nicht gebraucht. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

 

Heute möchte ich in einem anderen Bereich für Minimalismus plädieren. Ich tue mich nämlich selbst unglaublich schwer damit: Weniger denken, grübeln, planen, Listen im Kopf arbeiten und überlegen, was noch alles zu tun ist. Stattdessen mehr sein, geschehen lassen, sich hingeben, in der Gegenwart leben.

 

An manchen Tagen habe ich mich womöglich viel mit meinen Kindern beschäftigt, aber wirklich bei der Sache war ich nicht. Am Abend bin ich dann immer sehr unzufrieden, denn ich merke, ich war nur halb bei der Sache. Meistens war ich schon einen Schritt voraus: was ist noch zu erledigen, was koche ich später, wann besorge ich am Besten dies oder das. Dazwischen springe ich immer wieder auf, weil mir eingefallen ist, dass ich noch was bestimmtes nachschauen oder eine wichtige Nachricht verschicken wollte oder ich mache alles gleichzeitig - Multitasking nennt sich das dann und wird hoch angepriesen und vor allem uns Müttern als Fähigkeit "zugestanden". Multitasking-fähig zu sein ist unsere Stärke - so heißt es. So ein Schmarren - echt!!! Wir machen uns doch alle kaputt damit, immer noch mehr in noch kürzerer Zeit zu schaffen. Ja, klar - oft müssen wir vieles gleichzeitig machen - das geht mit Kindern oft gar nicht anders. Aber das ganze zur Perfektion treiben zu wollen ist einfach nur krankmachend. 

 

Manchmal passiert es aber, dass ich in so einen Strudel gerate. Ich mache immer mehr, denke immer mehr, mache immer schneller und plötzlich - bumm - frage ich mich, warum ich bloß so fertig bin.

Ich fühle mich schlecht und - vor allem - bin ich total unzufrieden. Objektiv gesehen habe ich vielleicht viel geschafft, aber gebracht hat es im Endeffekt kein Glück, keine Zufriedenheit, keine Millionen - nur eine abgehakte To-do-Liste!

 

Deshalb heißt es diese Woche:

  • Weniger denken - mehr sein
  • Weniger grübeln - mehr geschehen lassen
  • Weniger planen - mehr in der Gegenwart leben
  • Weniger zerstreut viele Dinge gleichzeitig erledigen - mehr gesammelt und zentriert mich dem zu widmen, was gerade meine Aufmerksamkeit verlangt

Nun - wie soll das funktionieren? Wie der Geschwätzigkeit unseres Geistes begegnen? Wie diese geistige Leere erlangen?

 

Der ambitionierte Yogi/die ambitionierte Yogini würde zu Meditation raten.

 

Wenn ich Meditation höre, fällt mir zuallererst die Sitzmeditation ein. Schon die Vorstellung mich für gewisse Zeit auf einen Stuhl oder auf ein Kissen zu setzen und "NICHTS", absolut gar nichts zu tun, strengt mich schon an. Ich habe es versucht. Vielleicht nicht sehr eifrig und konzentriert. Aber - man kann nicht behaupten ich habe es noch nie gemacht. Naja - es liegt mir einfach nicht. Es erzeugt bei mir innerlich Druck und Druck erzeugt automatisch Gegendruck und dies ist wiederum eher hinderlich den Geist zur Ruhe zu bringen. Die kommende Woche will ich jedoch nicht mit Quälerei beginnen, sondern mit Leichtigkeit ...

 

Die Lebenskunst des TAO rät: LOSLASSEN! Gut gesagt - schwierig umzusetzen. Aber die Lehre des Taoismus lässt auch uns Westler nicht einfach so im Regen stehen und erklärt noch weiter: Gedanken beobachten!

 

Theo Fischer schreibt in seinem Buch "Wu Wei - die Lebenskunst des Tao": "Beobachten Sie von nun an Ihre Gedanken, geduldig und ausdauernd, ... Ohne irgendeine Stellungnahme, ohne Beurteilung, ohne Wertung. Nur beobachten. Sie werden feststellen, wie bald Ruhe in Ihnen einkehrt und das Chaos ihrer schwatzenden Gedanken sich klärt und wie nach einiger Zeit Stille einkehrt."

 

Ich finde diesen Ansatz sehr alltagstauglich.

Immer wieder im Tagesablauf versuchen diese achtsame Haltung einzunehmen, sich zu beobachten, seine Gedanken, wahrzunehmen, aufmerksam zu sein. Nach dem Aufwachen, während des Tages von Zeit zu Zeit ein paar Minuten, vor dem Einschlafen.

Statt die Gedanken zu beobachten, kann man seine Aufmerksamkeit auch auf den Körper lenken. Wie fühlt er sich an? Wie bewege ich mich? Bin ich angespannt oder entspannt? usw. Jeden Tag ein paar Minuten zumindest. Achtsam sein, beobachten, ... Vielleicht entsteht dann dieses schöne Gefühl der Ruhe, der Zentriertheit in einem. Ein Versuch wäre es wert ...

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SCOTTY, BITTE BEAMEN!!!

Oder, wenn der Alltag einfach anstrengend ist

Quelle: pixabay.com
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KINDERGEBURTSTAG, ENERGIEKRISE UND KONSUMKAPITALISMUS

Oder: 4 energiesparende Möglichkeiten für einen Kindergeburtstag

Geburtstag ... ein Grund zu feiern!?

Jaaa, sicher! Aber nicht meinen eigenen!

Ihr meint, weil es mir schwer zu schaffen macht, dass ich älter werde?

Nein, jetzt noch nicht - in 40 Jahren vielleicht.

 

Geburtstag feiere ich schon länger nicht mehr. Meinen eigenen zumindest nicht. Zugegebenermaßen war ich diesbezüglich noch nie die große Partymaus. Seitdem ich jedoch Kinder habe, ist dieses Bedürfnis auf null gesunken. Denn mit drei Kindern feiere ich zukünftig 6x im Jahr Geburtstag. Warum 6x, fragt ihr euch bestimmt. Na, weil bei jedem Kind an mindestens 2 Tagen gefeiert wird: 1x feiern wir als Familie, 1x ist Kindergeburtstag angesagt.

 

Letzte Woche war gerade so ein Ereignis. Kind Nr. 1 hatte Geburtstag. Er ist sechs geworden. Das musste natürlich dementsprechend gefeiert werden. Eine große Minion-Kindergeburtstags-Party war der Wunsch des Sohnemanns. Die war am Samstag. Heute ist Dienstag und ich atme noch immer tief durch, um mir und meinem Körper, vollgepumpt mit Stresshormonen, zu verdeutlichen: Es ist geschafft... Schon alleine der Gedanke an Kindergeburtstage löst beinahe einen Schweißausbruch bei mir aus. Dabei freue ich mich ja aufrichtig mit und für meine Kinder, weil ich noch in Erinnerung habe wie schön ich selbst den eigenen Geburtstag fand. Mit Geschenken, Geburtstagstorte und eben auch mit der obligatorischen Kindergeburtstagsparty mit lustigen Spielen.

 

Ja, ja, das sind sie, diese nostalgischen Gedanken - trügerisch. Denn ich war eben das Kind und meine Mama hat geschuftet. Jetzt bin ich auf der anderen Seite...

 

So ein Kindergeburtstag ist prädestiniert dafür, mich an den Rande einer Energiekrise zu manövrieren. Anders als bei einer globalen Energiekrise, wird der Minions-Kuchen dadurch nicht teurer, aber trotzdem kann es mich/uns teuer zu stehen kommen. Der Ölpreis bleibt gleich, aber meine Energiekurve rutscht in den Keller und kann eine über Tage hinweg schlecht gelaunte Mama zur Folge haben. Also, muss mit den zur Verfügung stehenden Energiereserven schonend umgegangen werden.

 

Ihr denkt wahrscheinlich, die soll doch nicht so "rumsumsen". Andere haben schließlich auch Kinder und die werden ebenfalls jedes Jahr älter. Ja, ich bewundere alle Mamas und Papas, die so eine Geburtstagsparty locker schmeißen und dabei noch ein echt gemeintes Lächeln zeigen. Wie macht ihr das? Ganz ehrlich!? An den einzelnen Komponenten der Party könnte ich mich auch noch erfreuen. Zum Beispiel den Kuchen backen. Dieses mal hat mich in Bezug auf die Torte auch das Minions-Fieber gepackt und ich habe eine schöne Geburtstagstorte mit meinem Manne gezaubert.

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