Optimismus für Mütter - für alle Mama´s, für die Schlaf momentan der Himmel auf Erden wäre ...

Ja, mein Spatz- was soll ich sagen? Ich hätte gerne unglaublich viel Geduld. Auch zu unsäglichen Zeiten, zu denen du mich wach hälst und dich im Bett hin- und herwälzt, auf und nieder. Mit deinen Händchen in mein Gesicht patscht und dann wieder zu mir kuschelst und versuchst einzuschlafen. Doch es geht nicht. Dann weinst du. Versuchst es wieder - das mit dem Schlafen. Ich wiege dich und streichle dich. Oft stundenlang. Und dann kommt der Moment, da kann ich nicht mehr. Da bin ich einfach zu erschöpft und ich denke, das geht nie vorbei...

 

Doch Gott sei dank gibt es auch die optimistischeren Tage, trotz schlechter Nächte: da schaue ich in den Spiegel und anstatt vor Erschöpfung, die man mir auch von 100 Meter Entfernung ansieht, loszuheulen, lächle ich mir aufmunternd zu, mit dem Wissen, dass ich das Beste für meinen süßen Spatz gegeben habe, dass ich bei ihm war, als er nicht schlafen konnte und ihn nicht einfach schreien ließ, dass ich ihn versuchte in den Schlaf zu wiegen, dass ich Großes vollbringe (auch, wenn es nicht immer gelingt, weil meine Geduld nicht reicht) und, dass es nur eine Phase ist! Doch ...

 

...doch trotz Optimismus brauche ich dann wieder mal eine Mütze voll Schlaf ... Also BITTE!!!!

 

Und wie sind eure Nächte so?

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EINE WEISHEITSGESCHICHTE oder "WAS REITET DICH DENN?" - Wochenstarter #10

Eine junge Frau sitzt auf ihrem rasch dahingallopierenden Pferd. Sie scheint es offensichtlich sehr eilig zu haben. Vom Wegesrand aus sieht sie eine Freundin vorbei reiten und ruft ihr überrascht zu: Wohin willst du denn so eilig? Worauf die Reiterin gerade noch zurück schreien kann: Woher soll ich das wissen! Frag doch das Pferd!

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"Ich will, ich will, ich will ..." - Mama in der Trotzphase

Quelle: pixabay.com
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Es hat mich wieder überkommen: dieses Gefühl mich wild strampelnd und mit den Fäusten auf den Boden hämmernd niederzuwerfen und zu brüllen: "ICH WILL ABER ..."!

 

Ja, ich wäre auch gerne eine dieser bedächtigen und verständnisvollen Mamas, die  immer zugunsten ihrer Sprösslinge und ohne Murren und Maulen, ihre Bedürfnisse hintanstellen. Die gibt's doch, oder? Ich sehe sie überall. Zumindest sieht es nicht danach aus, als ob sie sich jeden Moment auf den Boden werfen - im Gegensatz zu mir.

Ich habe das Gefühl, jeder sieht, dass ich mich gerade wie ein trotziges Kind verhalten will. Ich schäme mich schon für den Gedanken, jetzt gleich loszubrüllen und mein Recht auf Bedürfnisbefriedigung einzufordern.

 

Ich will, ich will, ich will ...

 

Ich will endlich wieder eine Nacht durchschlafen und mich dann fit fühlen. Nein, ganz ehrlich: ich will eine gaaaanze Woche lang jede Nacht durchschlafen und dann habe ich immer noch nicht genug.

 

Ich will ins Bett gehen, wenn mir danach ist und nicht um 22:00 Uhr panisch auf die Uhr schauen, um dann schnell Zähne zu putzen und ins Bett zu gehen, nur um genug Schlaf zu bekommen, schließlich werde ich einige Male in der Nacht geweckt und morgen ist auch wieder ein Tag, an dem ich möglichst nicht zu müde sein sollte. Nein! Ich will ins Bett, wenn mir danach ist ... Vielleicht sogar erst um 00:00 Uhr - verwegen, oder?

 

Ich will meine Ruhe und einfach meinen Gedanken nachhängen. Nur ganz kurz - vielleicht auch etwas länger.

 

Ich will das machen, wonach mir gerade ist. Faulenzen, laufen, Berge erklimmen, den ganzen Tag im Bett liegen, ...

 

Ich will nicht, dass du schon wieder krank bist, ich hatte heute doch was anderes vor...

 

Ich will eine sich selbstaufräumende Wohnung - oder jemanden der das tut.

 

Ich will mich mal um nix kümmern müssen ...

 

Ich will, ich will, ich will ...

 

Nochmal auf den Boden hämmern, schreien, gegen das Tischbein treten, Haare raufen, Grimasse ziehen, ... (zumindest in Gedanken)

 

DURCHSCHNAUFEN - EIN - AUS!

 

Bin wieder in der Realität. In einer Realität in der das Mütter nicht tun. Ich meine, daran zu denken einen Trotzanfall zu haben, grantig, laut, schlecht gelaunt zu sein und ihre Bedürfnisse wichtig zu nehmen und darauf zu bestehen sie erfüllt zu bekommen -jetzt - gleich - sofort. Ich weiß natürlich, dass es das ist, was Erwachsene können sollten - wir müssen unsere Bedürfnisse manchmal hintenanstellen. Nicht nur, wenn man Kinder hat. Es ist nicht möglich (und erstrebenswert) immer sofort alle Bedürfnisse zu erfüllen. Das lernen wir bereits als Kinder: Unsere Bedürfnisse auch mal aufzuschieben, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu befriedigen. Das sagt mir auch meine Vernunft! Aber will ich jetzt vernünftig sein? Nein! Jetzt nicht! Jetzt nervt mich gerade alles und Trotz wühlt mich auf!

Ist das unvernünftig, sinnlos, verantwortungslos, kindisch,...? Ja! Wahrscheinlich! Mit Sicherheit! So WILL ich gerade sein.

 

Aber ich weiß auch, dass das Leben solche Phasen ebenfalls bereithalten würde , wenn mein Situation eine andere wäre! Wenn ich keine Familie, kein Kinder hätte! Und im selben Moment weiß ich dann auch, dass ich um nichts in der Welt tauschen möchte. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, auch wenn´s mir manchmal stinkt und ich mich auf den Boden werfen und laut "ich will" schreien möchte, auch wenn ich manchmal erschöpft bin und leer. Ich weiß einfach, dass mein Leben voller kleiner Leben und großer Herausforderungen ist, gefüllt mit Liebe, aber eben auch mit der Bandbreite der ganzen anderen Gefühle und das ist schön so. Es wärmt mein Herz!

 

Und trotzdem: heute schmeiße ich mich auf den Boden und schrei laut "ich will". 

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VOM SCHIMPFEN ZUM VERSTEHEN- Wochenstarter #4

Letzte Woche haben mehrere Blogs das Thema "Schimpfen mit Kindern" aufgegriffen (hier und hier). Man könnte doch probieren mal ohne schimpfen auszukommen.

Als ich die Artikel las, fühlte ich mich sofort positiv angesprochen und gleichzeitig ertappt. Wie oft gehe ich mir selbst und den Kindern auf die Nerven, weil ich an manchen Tagen einfach nicht mehr aus dem Schimpfmodus raus komme.

 

Irgendwie werden an gewissen Tagen bestimmte Hebel und Knöpfe aktiviert und das Schimpfen hört einfach nicht mehr auf. Ich kann mich selbst nicht mehr hören. Dabei ist es nicht nur verletzend gegenüber den Kindern, sondern saugt auch unheimlich viel Energie und macht unzufrieden. Denn grundsätzlich sind unsere Kinder ja kooperationsbereit. Und grundsätzlich will niemand von uns Eltern wirklich schimpfen. In dem Moment glauben wir vielleicht es zu wollen, weil wir keinen anderen Weg sehen, überlastet, genervt oder überstrapaziert sind. Aber wenn wir die Wahl hätten zwischen Harmonie und Schimpferei würde sich, glaube ich, jeder für die Harmonie entscheiden. Wer will nicht besonnen und liebevoll mit seinen Kindern umgehen?

 

Warum entscheiden wir uns dann nicht gegen das Schimpfen?

Als ich auf Facebook die Aufforderung las: "Lasst uns doch ausprobieren einen Tag mal gar nicht zu schimpfen, auf die Gefahr hin, dass es funktioniert." (sinngemäße Wiedergabe) - war ich innerlich sofort dabei, fühlte mich angesprochen.

 

Doch gleichzeitig tauchten zwei Fragen auf:

  1. Was heißt es eigentlich "nicht zu schimpfen"? Was ist das Gegenteil von schimpfen und was mache ich stattdessen?
  2. Warum schimpfe ich eigentlich und was brauche ich um nicht zu schimpfen? Was macht es mir möglich nicht zu schimpfen?

Zuerst zur letzten Frage und meine Antwort darauf: Ich schimpfe weil ich müde und gereizt bin, weil ich Zuwenig Schlaf hatte oder weil mir alles Zuviel ist. Ich bräuchte dringend Ruhe und Erholung (Bedürfnis). Oder ich schimpfe, weil ich wütend bin, dass es nicht so funktioniert, wie ich es mir vorstelle; weil ich das doch schon 100 Mal zu meinem Kind gesagt habe - jetzt müsste es das doch verstanden haben (Erwartung).

 

Egal was der Auslöser war. Dahinter steht immer ein Bedürfnis oder eine Erwartung. Für mich erscheint es deshalb wenig sinnvoll, mir vorzunehmen nicht zu schimpfen, solange ich nicht verstehe um was es wirklich geht. Es geht darum meine Bedürfnisse und Erwartungen aufzudecken und sie liebevoll anzunehmen. Das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung zum Beispiel kann ich schlecht jetzt sofort erfüllen, aber ich kann es wahrnehmen und mir bewusst machen, dass nicht mein Kind dafür verantwortlich ist, mein Bedürfnis zu erfüllen. Dafür bin ich selbst verantwortlich indem ich z.B. an diesem Tag früher ins Bett gehen (auch, wenn das evtl. mit anderen Bedürfnissen kollidiert ;-))

 

Wenn ich mit mir selbst verständiger und nachsichtiger bin, kann ich das auch leichter bei meinen Kindern sein.

 

Das führt mich zur Beantwortung der ersten Frage: Was mache ich statt zu schimpfen?

Das Verhalten ignorieren? Nichts tun? Einfach alles durchgehen lassen?

 

Das ginge natürlich auch! Aber ich persönlich sehe es als Mama als meine Aufgabe an, meine Kinder zu begleiten und  sie in ihrem Lernprozess zu unterstützen. Das heißt für mich u.a., ihnen eine Rückmeldung auf ihr Verhalten zu geben.

 

Was mache ich nun? Kommt natürlich ein Stück weit auf die Situation an. Sinnvoll erscheint mir die gleiche Vorgehensweise wie oben beschrieben. Denn auch bei unseren Kindern sind es verschiedenste Bedürfnisse, die sie antreiben. Wenn ich versuche das hinter dem Verhalten liegende Bedürfnis zu ergründen, dann nicht weil ich es unbedingt erfüllen will. Ich will vorerst nur VERSTEHEN. Ich muss nicht sofort handeln (schimpfen). Wenn ich verstehe erschließen sich womöglich andere Handlungsmöglichkeiten als schimpfen. Ich trete in Kontakt mit meinem Kind und versuche, vielleicht sogar gemeinsam, eine Lösung zu finden.

 

Leider gelingt mir dieser Weg noch nicht so oft wie ich gerne hätte. Oft bin ich einfach gestresst und tue unerwünschtes Verhalten mit Schimpfen ab. Aber ich bin Lernende. Das sollen auch meine Kinder wissen. Wenn mir noch während meiner Schimpferei bewusst wird in welchem Modus ich gerade laufe, versuche ich inne zu halten und auch gegenüber meinen Kindern zu artikulieren, dass das Gesagte nicht in Ordnung war bzw. WIE es gesagt wurde, dass es mich aber nervt, was gerade passiert ist und ich es gerne anders hätte.

 

Trotzdem gibt es oft genug diese Tage an denen ich mir wie ein "keifendes Waschweib" vorkomme. Ist ok so. Meine Kinder halten das bis zu einem gewissen Grad auch aus. Das traue ich ihnen zu. Ich bin nur eine Lernende ...

 

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MEIN SCHÖNSTER MOMENT MIT KIND/BABY

Quelle: pixabay.com
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Worauf legen wir den Fokus? Auf das Gute oder das Schlechte, auf das Schöne oder das Hässliche, auf das Leichte oder das Schwere? Manchmal ist es keine Entscheidung für oder gegen -  wir werden einfach überwältigt von der Schönheit des Augenblicks oder aber der Ärger und die Wut nehmen überhand und wir können nichts anderes sehen und fühlen.

 

Und manchmal - eigentlich ziemlich oft - könnnen wir uns doch entscheiden worauf wir unser Augenmerk legen … Wofür entscheide ich mich dann?

 

Das Leben mit Kindern ist oft anstrengend und mühsam! Der Schlafmangel, die zahlreichen Herausforderungen des Alltags und der Anspruch allem und allen gerecht zu werden lässt oft keine Zeit und Muße die schönen Dinge auszukosten!

Dabei sind sie so wertvoll, diese schönen Momente mit unseren Kindern. Sie sind oft so flüchtig, nicht festzuhalten, weder in Worten noch Bildern (zumindest nicht das Wesentliche). Sie sind nur erlebbar. Wenn man nicht Acht gibt ziehen unzählige solcher Momente an einem vorbei - den Fokus auf Ärger, Anstrengung und das eigene und kindliche Funktionieren gerichtet und flutsch - ist dieser eine Moment weg. Dabei wäre manches leichter, wenn wir unseren Fokus überdenken.

Ich bin da ein Paradebeispiel.  Oft steckt mein Kopf zu tief im Sumpf der nicht-funktionierenden Dinge, dass die Momente  der Leichtigkeit an mir vorüberziehen. 

 

Wie gut tut es da, wenn jemand kommt und einen rüttelt und fragt: "Du, was war eigentlich dein schönster Moment mit deinem Baby?"

Und mein Fokus - zuerst noch auf all die Sachen ausgerichtet die zur Zeit nicht gut laufen - die ständig kranken Kinder und der kranke Mann, der Schlafmangel und die vielen unerledigten Dinge, der Ärger und die Frustration - verschiebt sich und ich muss schmunzeln ... denn beim Durchstöbern meines Gehirns nach DEM schönsten Moment mit meinen Kindern  fallen mir viele, viele schöne Momente ein. Große und kleine, unscheinbare und offensichtliche. Und ich merke wie sich die Energie verlagert, wie sich etwas löst und leichter wird, zu fließen anfängt. Da wird mir klar, dass mein Fokus eindeutig etwas verschoben ist und ich gestatte mir etwas Muße und überlege bei einer Tasse Tee welche schönen Momente ich mit meinen Kindern hatte, überlege auch am nächsten und übernächsten Tag und sehe mir gleichzeitig die jetzigen Momente mit meine Kindern an …

 

DER Moment mit meinem Kindern war sicherlich die Geburt und das erste Sehen und Gesehen werden, das erste sich fühlen "von außen" und - ich werde ganz schwach wenn ich daran denke - dieser unglaubliche Duft den dieses kleine Ding verströmt hat (besonders am Kopf). Pures Glück!! Bei allen dreien.

 

In diesem Augenblick war es der schönste Moment. Doch er bekam, wunderbarerweise, Gesellschaft von anderen "schönsten Momenten": das erste Lächeln; die strahlenden Augen, wenn die ersten Schritte gelingen; die Freude, wenn quitschend und mit Genuß das Essen mit den Fingern in den Mund befördert wird und alle am Tisch sich mitfreuen, wenn es gelingt; der erste Geburtstag, wenn einem die kleinen Racker schon sooo groß vorkommen und sich etwas Wehmut zur Freude gesellt; wenn das vor Fieber und Schmerzen weinende Kind für kurze Zeit abgelenkt werden kann und man es durch diese unangenehme Zeit durchlotst; wenn man ein Bilderbuch nach dem anderen ließt und alle eng an einen gekuschelt sind und lauschen; wenn ich die großen vom Kindergarten abhole und überschwänglich und mit Umarmung begrüßt werde, so als wäre ich ewig weg gewesen oder wenn babyboy zufrieden und ganz entspannt an meiner Brust einschläft und seinen warmen Körper an mich schmiegt.... es sind oft diese kleinen unscheinbaren Momente, die die Schönheit und das Glück ausmachen. Darum sind das alles meine schönsten Momente mit meinen Kindern.

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